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60 Jahre Gardefest: Stark im Glauben, mutig im Leben

  • vor 22 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Gardefest“ wurde gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Stadtpfarrer Roman Eder widmete seine Predigt im Rahmen der Sommerserie über die christlichen Tugenden der Tapferkeit, einer Tugend, die weit über Mut und Stärke hinausgeht.

Was bedeutet es, tapfer zu sein? Der Pfarrer nahm dazu die biblische Geschichte von Petrus in den Blick. Petrus wagt etwas Unglaubliches, nämlich bei Sturm als Nichtschwimmer aus dem Boot zu steigen und auf dem See zu gehen. Ist das Tapferkeit oder doch Übermut? Auch ein Blick in die Geschichte zeigt, was Tapferkeit bedeuten kann. Vor rund 500 Jahren lehnten sich die Radstädter Bauern gegen Ungerechtigkeit auf. Sie wussten, dass ihr Aufbegehren Folgen haben und mit schweren Strafen geahndet werden konnte. Dennoch fanden sie den Mut, für das einzustehen, was sie als richtig erkannten.

Doch christliche Tapferkeit zeigt sich nicht nur in großen historischen Ereignissen. Sie begegnet uns vor allem im Alltag:


  • das Gute zu tun, auch wenn es schwerfällt

  • Schwierigkeiten auszuhalten, ohne gleich aufzugeben

  • Unrecht anzusprechen, wenn anderen der Mut dazu fehlt

  • einen Fehler einzugestehen

  • sich zu entschuldigen und den ersten Schritt auf jemanden zu machen

  • Herausforderungen annehmen und ihnen in der rechten Art und Weise begegnen


Oft zeigt sich Stärke gerade in den kleinen Entscheidungen des täglichen Lebens. Die Predigt ladete dazu ein, den Blick auf Jesus zu richten und darauf zu vertrauen, dass er da ist und uns nahesteht. Auch gerade dann, wenn der nächste Schritt schwerfällt. Die Hl. Messe verband damit Tradition und Gegenwart, Gemeinschaft und den Blick auf das, was Menschen auch heute trägt und ihnen Kraft gibt.


Denn manchmal beginnt Tapferkeit ganz einfach damit, den nächsten Schritt zu wagen.




 

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