Ein Vortrag, der hängen bleibt
- Irene Gappmaier
- vor 4 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Schon der Einstieg von Karl Ebster-Schwarzenberger aus St. Veit/Pg. machte klar: Das wird kein trockener Fachvortrag. Mit einem witzigen Beginn schaffte er es innerhalb weniger Minuten, die Besucher zum Lachen zu bringen. Die Stimmung war locker, offen und spürbar entspannt. Eine perfekte Ausgangsbasis für ein Thema, das oft als schwierig oder belastend empfunden wird: zwischenmenschliche Störungen und Konfliktgespräche.
Als Sozialberater, Mediator und Führungskräftecoach schöpft Ebster-Schwarzenberger aus einem reichen Erfahrungsschatz. Praxisnah und verständlich erklärte er, wie gute Kommunikation gerade dann gelingen kann, wenn es schwierig wird. Besonders eindrucksvoll war, wie aktiv er das Publikum einband. Fragen waren ausdrücklich erwünscht und wurden nicht nur beantwortet, sondern in die Inhalte integriert. Dadurch entstand ein echter Dialog statt eines klassischen Frontalvortrages.
Anschaulich zeigte er typische Gesprächsfallen auf, in die wir im Alltag schnell tappen. Gleichzeitig lieferte er konkrete Strategien, wie man diesen Fällen bewusst entgegenwirken kann. „Konfliktgespräche sollten niemals zwischen Tür und Angel stattfinden. Sie brauchen Zeit, Aufmerksamkeit und vor allem einen würdigen Rahmen“, so der Referent.
Immer wieder betonte Ebster-Schwarzenberger, dass das Ziel nicht das Gewinnen eines Konflikts sei, sondern ein konstruktiver und wohlwollender Umgang miteinander. Konflikte, so seine klare Botschaft, bieten die Chance auf Entwicklung, wenn man ihnen mit Respekt, Klarheit und echtem Interesse am Gegenüber begegnet.














