Gerechtigkeit als gelebte Nächstenliebe
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Zahlreiche Gläubige versammelten sich zur Heiligen Messe in der Wallfahrtskirche Maria Loreto, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und Gemeinschaft im Glauben zu erleben. Die Zusammenkunft machte einmal mehr sichtbar, was christliche Gemeinschaft auszeichnet: das Miteinander, das Gebet und die Verbundenheit untereinander.
Im Rahmen der Sommer-Predigtserie, die sich heuer den sieben christlichen Tugenden widmet, stand diesmal die Tugend der Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Pfarrer Roman Eder erinnerte in seiner Predigt daran, dass Gerechtigkeit nicht immer eindeutig zu definieren ist. Wer gerecht leben möchte, braucht ein feines Gespür für die Menschen, die Bereitschaft, sich in ihre Situation hineinzuversetzen und die Frage danach, was einem Menschen wirklich zusteht und was er in seiner jeweiligen Lebenslage braucht.
Als Beispiel führte er das Tagesevangelium von der Speisung der Fünftausend an. Jesus vermehrte fünf Brote und zwei Fische, sodass alle satt wurden, unabhängig von ihrer Leistung oder ihrem Ansehen. Darin wurde Gottes Gerechtigkeit sichtbar, nämlich eine Gerechtigkeit, die von Barmherzigkeit und Liebe geprägt ist und jedem Menschen das schenkt, was er zum Leben braucht.
Pfarrer Eder ermutigte die Gottesdienstbesucher, diese göttliche Gerechtigkeit im Alltag nachzuahmen. Gottes Barmherzigkeit sei grenzenlos und wer sein Leben nach Gottes Willen gestalte, dürfe auf die Verheißung des ewigen Lebens vertrauen.




